Institution, Erkenntnis und verantwortliches Entscheiden
Ich komme aus der Sozialen Arbeit und arbeite heute an den Schnittstellen von Hochschulentwicklung, Governance und institutioneller Transformation. Die Soziale Arbeit bleibt dabei mein fachlicher Ausgangspunkt: ihre Geschichte, ihre Professionalität und ihr Handeln unter Bedingungen von Ambivalenz, Ungewissheit und Komplexität.
Mich interessiert, wie Menschen und Institutionen denken, entscheiden und sich verändern und wie gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Praktiken dabei produktiv aufeinandertreffen.
Ich konzipiere, analysiere und gestalte Entwicklungs- und Transformationsprozesse mit dem Ziel, Orientierung zu schaffen und Entscheidungsfähigkeit zu stärken. Dabei versuche ich, analytische Präzision mit einem Verständnis für zwischenmenschliche und institutionelle Dynamiken, Machtverhältnisse und die Bedingungen verantwortlicher Entscheidungen zu verbinden.
Seit 2017 bin ich zudem nebenamtlich Bezirksrichterin. Die Arbeit am Gericht schärft meinen Blick auf Recht, Verantwortung und die Folgen von Entscheidungen für die Betroffenen. Sie erweitert meine Arbeit um eine zusätzliche Dimension praktischer Urteilskraft.
Neben meiner Arbeit im Hochschul- und Gerichtskontext betreibe ich gemeinsam mit Margrit Schaller einen Kulturblog. Dort besprechen wir Filme, Ausstellungen, Literatur und gesellschaftliche Entwicklungen, essayistisch und subjektiv. Auch dieser Dialograum gehört zu meinem Denken: Kunst und Kultur als Möglichkeits- und Resonanzraum sowie als Irritation.
Diese Webseite versammelt Texte aus diesen unterschiedlichen Arbeits- und Denkräumen. Sie ist Werkstatt und Archiv zugleich, ein Ort für begründete Positionen, analytische Klärungen und offene Fragen.
Ich freue mich über Austausch.
Elena Wilhelm